Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Wählt heute, wem ihr dienen wollt!

Predigt zu Josua.

Am Ende des Buches ruft Josua sein Volk in zwei Reden auf, Gott zu vertrauen und ihm allein zu dienen. Grund für das Vertrauen ist das, was Gott gesagt und getan hat. Darum ist Gott, und nicht Josua, die Hauptperson in diesem Buch.

Gottes Zusagen

Gott war es, der Josua dazu bestimmte, sein Volk in das gelobte Land zu führen. Er rüstete den Anführer mit dem Geist der Weisheit aus und hiess ihn, auf die Gebote zu achten, die durch Mose gegeben wurden (Jos 1,7-9). Gott beauftrage den Auserwählten nicht mit der Planung einer grossen Schlacht. Stattdessen braucht das Volk jemand, der ein Vorbild in der Gerechtigkeit ist. Gott hiess Josua, mutig diesen Dienst anzunehmen und sich durch nichts davon abschrecken zu lassen.

Gott erschien Josua, bevor das Land eingenommen wurde (Jos 5,13-15). Durch den Mann mit dem Schwert in der Hand wurde dem Anführer gezeigt, dass Gott für sein Volk kämpft, ihm vorangeht. Wie Mose musste Josua seine Schuhe ausziehen, weil er vor Gott auf heiligem Land stand. Damit war klar, dass das Land, in dem viele Völker wohnten und ihren eigenen Göttern dienten, bereits Gott gehört. Es gibt nur einen Gott, dem alle Mächte unterworfen sind.

Gott ruft dich zu sich und fordert dich auf, ihm zu vertrauen. Er hat dir einen Führer bestimmt, der dir in der Gerechtigkeit vorangegangen ist, Jesus Christus. Gott rüstete auch dich aus mit seinem Geist, damit du glauben kannst, dass Gottes Sohn deine Gerechtigkeit ist. Wenn du ihm vertraust, gilt dir das Wort, dass er bei dir ist, bis an das Ende der Welt.

Gottes Treue

In den Berichten des Buches wird deutlich gemacht, dass Gott erfüllte, was er Josua zugesagt hatte. Gott selbst kämpfte für sein Volk. Zweimal wird festgehalten, dass gar nichts von all dem guten Wort, das der Heilige Israels gesprochen hatte, verloren ging, alles hat sich präzise erfüllt (Jos 21,45; 23,24). Darum fand das Volk Ruhe mitten unter seinen Feinden. Niemand wagte es, dieses Volk anzugreifen, das von einem so mächtigen Gott begleitet wurde.

Am Ende erinnerte, dass es sich all den Segen, den es im Land genoss, die festen Städte, die Weinberge und Ölbäume, nicht verdient hatte (Jos 24,13). Sie bemühten sich nicht einmal um diesen Segen. Aber Gott gab ihnen alles, damit das Volk seine Treue und Güte erkennen konnte.

Christus hat für dich gekämpft. Er ist bereits am Kreuz für deine Sünden gestorben und auferstanden, damit du leben kannst. Zu glauben bedeutet, auf das zu vertrauen, was Jesus für dich getan hat. Er erfüllte präzise die Verheissungen, die Gott der Menschheit, die in die Sünde gefallen ist, mit auf ihren Weg gegeben hatte. Wenn du auf Christus und sein Werk vertraust, leitet er dich zur ewigen Ruhe, die von keiner Sünde, keinem Schmerz und keinem Elend jemals wieder gestört werden wird.

Wähle heute!

  1. Höre auf Gottes Wort! Höre zu und lies es, um die Zusagen zu entdecken, die der ewige Gott gesprochen hat.
  2. Sieh auf Gottes Werke in deinem Leben! Bedenke, dass du nichts glauben kannst, ausser Gott schenkt es dir durch seinen Geist.
  3. Entscheide dich immer, wenn es heute heisst! Jeder Tag ist ein Heute, in dem du Gott dienen kannst.

Hinweise zum Lesen des Buches Josua

  • Beginne mit den letzten beiden Kapiteln (Jos 23-24). Darin erfährst du, wozu das Buch geschrieben wurde. Wenn du danach mit dem ersten Kapitel beginnst, kannst du die Berichte richtig verstehen.
  • Bewege folgende Fragen beim Lesen des Buches:
    1. Warum kann ich Gott vertrauen?
    2. Welche Kämpfe führe ich in meinem Leben? Wie kann Gottes Volk in den Kämpfen bestehen?
    3. Wie wird deine Treue zu Gott geprüft?

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