Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Viel Macht zu haben hilft niemandem

Predigt zum Buch ersten Samuel. Predigttext 1. Samuel 16,1-13.

Menschen wünschen sich, Macht und Einfluss zu gewinnen, um sicher leben zu können. Diese Lebenshaltung kann auch den Glauben prägen. Durch Frömmigkeit und gute Werke bemühen sich Viele, sich Gottes Gnade zu vergewissern. Das erste Buch Samuel erzählt die Geschichte von der Ohnmacht menschlicher Macht und von der mächtigen Hoffnung für Gottes Volk.

Lasst euer grosses Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der Herr ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen.
(1. Samuel 2,3)

Die Ohnmacht der menschlichen Macht

Am Anfang des Buches wird vom Scheitern des Priestertums und an dessen Ende vom Scheitern des ersten Königtums berichtet. Mittendrin steht der Prophet Gottes und sein Dienst. Auch er scheitert, weil Israel zwar anerkennt, dass Gott durch Samuel zu ihnen redet, aber nicht auf ihn hört.

Irdische Institutionen scheitern, weil ihnen die Kraft fehlt, Menschen zum hohen Ziel zu bringen, das Gott für sein Volk bestimmt hat.

Der Herr tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf. Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des Herrn, und er hat die Erde darauf gesetzt.
(1. Samuel 2,6-8)

Die Hoffnung auf die mächtige Hilfe

Gott ordnete die irdischen Institutionen an, die die Menschen ausführten. Sie sollten ihrem Erlöser vertrauen lernen, statt sich auf ihre eigenen Möglichkeiten zu verlassen.

Christus ist der heilige Priester, der das vollkommene Opfer brachte. Gottes Sohn ist der ewige König, der über alle Herrschaft gestellt ist und sowohl Menschen als auch Engel richten wird. Jesus ist der vollmächtige Prophet, der nicht nur Gottes Worte spricht, sondern selbst Gottes mächtiges Wort ist, durch das alles geschaffen wurde.

Die Hoffnung von Gottes Volk liegt in der Allmacht ihres Erlösers. Er ist stark, aus Sünde zu retten und sicher durch das Leben zu führen. Seine Kraft macht es möglich, dass die Seinen zum herrlichen Ziel gelangen, das für sie bestimmt ist.

Die mit dem Herrn hadern, sollen zugrunde gehen. Der Höchste im Himmel wird sie zerschmettern, der Herr wird richten der Welt Enden. Er wird Macht geben seinem Könige und erhöhen das Haupt seines Gesalbten.
(1. Samuel 2,10)

Lehren des Buches

  1. In den Händen der Sünder verdirbt selbst die herrlichste Gabe, die Gott schenkt.
  2. Mitten in Zerfall und Ohnmacht richtet Gott seinen König auf.
  3. Gott verstösst sein Volk nicht für immer, sondern ist mächtig, es aus der grössten Verdorbenheit zu retten.

Hinweise zum Lesen des Buches

  1. Was macht deinen Glauben stark? Warum bin ich sicher, zu Gott zu gehören?
  2. Was ist deine Not? Was mein drängster Wunsch an Gott?
  3. Wie kannst du auf Gottes Hilfe warten? Wie kannst du darauf warten, dass Gott sein Wort erfüllt?

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