Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Höre, Gottes Volk!

Predigt zu 5. Mose.

Im fünften Buch zeichnete Mose drei Reden an sein Volk auf, das ohne ihn das Land Kanaan einnehmen wird. Es sind Worte, die Israel an seinen Gott und seine Wunder erinnern sollen. Auch wenn die Menschen auf Erden alles erreicht haben, was sie sich erträumen konnten, können sie doch nicht ohne ihren Gott bestehen.

Erste Rede: Erinnerungen an Gottes Wege

In seiner ersten Rede schaut Mose zurück auf die Wüstenwanderung. Er erinnert sein Volk an die Fürsorge Gottes. Jeden Tag gab er ihnen das Himmelsbrot und sorgte sogar dafür, dass ihre Kleider nicht verschliessen. Durch seine Hilfe gelang es ihnen die Feinde, die sich ihnen in den Weg stellten, zu überwinden und ihr Land für sich einzunehmen. Bereits diesseits des Jordans fanden sie eine Heimat. Gott hat Wort gehalten.

Die Worte erinnern an Christus, das lebendige Wort. Er ist es, der sein Volk mit Lebensbrot versorgt. Durch den Glauben an ihn können Menschen leben und bleiben von den Versuchungen zum Bösen bewahrt. Jesus Christus ist der Prophet, der aus Israel kommt, zwischen Gott und den Menschen vermittelt, indem er Gottes Worte weitergibt. Von ihm hat Mose geschrieben (5.Mose 18,15-18).

Zweite Rede: Der Bund in Gottes Gerechtigkeit

Mose berichtete noch einmal von den Zehn Geboten. Dabei betonte er, dass das ganze Volk diese Worte unbedingt behalten und beachten soll. Ausführlich beschrieb er, wie Gottes Gebote im Alltag – beim Gottesdienst, im öffentlichen Dienst, in der Gemeinschaft und im Umgang mit Gottes Feinden – beachtet werden.

Christus hat alle Gerechtigkeit erfüllt. Er hat das getan, was sein Vater ihn hiess. Darum ist er ans Kreuz gegangen und hat wie Mose zwischen Gott und den Menschen vermittelt. Er nahm die Strafe für fremde Schuld auf sich und schenkt den Menschen, die auf ihn hoffen, seine vollkommene Gerechtigkeit. So hat er Gottes Bund erfüllt.

Dritte Rede: Segen und Fluch

Durch die zweite Rede ist das Volk vor eine Wahl gestellt. «Wähle heute, wem du dienen willst!» Ganz offen zeigt Gott durch seinen Propheten die Konsequenzen dieser Wahl. Wer ihm dient, wird gesegnet sein, im gelobten Land in Sicherheit wohnen und von allen Feinden zur Ruhe kommen. Wenn sein Volk sich allerdings den Götzen zuwenden, wird es alles verlieren, worauf es hofft und in die ganze Welt zerstreut werden.

An Christus wird beides deutlich: der Fluch und der Segen. Er nahm Gottes Fluch auf sich und starb als Verfluchter am Kreuz (5.Mose 21,22-23). Er ist auferstanden und lebt und schenkt den ganzen Segen des Bundes allen, die auf ihn vertrauen. Durch den Glauben an ihn können sie ewig leben und von allen ihren Sünden zur Ruhe kommen.

Schluss

Lehren aus dem fünften Buch Mose

  1. Höre auf Gottes Wort!
  2. Nimm dir Gottes Wort zu Herzen!
  3. Handle überall nach Gottes Wort

Fragen zur Lektüre des Buches

  • Was tat Gott für sein Volk? Was tut er heute?
  • Wo findet Gottes Volk Gerechtigkeit?
  • Wie dient Gottes Volk seinem Herrn?

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