Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Gottvertrauen: Fallt nur nicht ab vom Herrn!

Predigt zu 4. Mose.

Das vierte Buch Mose berichtet davon, wie das Volk Israel von Gott vom Sinai zur Ebene Moab geführt wurde. Die nachkommenden Generationen, die mitten unter Menschen lebten, die anderen Göttern dienten, sollten lernen, dass es sich lohnt auf ihren Herrn zu vertrauen.

Gottes Segen

Gott brachte sein Volk wirklich dorthin, wovon Mose in Ägypten berichtete. Kundschafter wurden nach Kanaan gesandt und sahen es mit eigenen Augen, dass in diesem Land Milch und Honig floss. Gott ist treu und bringt sein Volk zu seinem Segen.

Gott gab seinem Volk eine Ordnung für das Lager. So wohnte er mitten unter ihnen. Sie alle gehörten zu ihm. Er führte sie durch die Wüste. Die Wolke zeigte dem Volk und allen, die von seiner ausserordentlichen Reise hörte, dass der Heilige bei ihnen war und ihnen den Weg wies.

Wenn du an Christus glaubst, bist du von Gott gesegnet. Du hast ein Geschenk aus dem Himmel erhalten. Wenn sich dein Glaube in deinem Leben bewährt hat, kannst du erkennen, dass Gott bei dir ist und dich selbst durch schwere Situationen führt.

Böse Gerüchte

Obwohl die Kundschafter berichteten, dass in dem Land Milch und Honig fliesse, brachte sie aus lauter Angst vor den Einwohnern das Gerücht auf, dass das Land seine Bewohner fresse. Es hausen Riesen in Kanaan, vor denen die Israeliten bloss Heuschrecken seien.

Böse Gerüchte begleiteten das Volk bereits in der Wüste. Das Essen, das Gott ihnen in der Einöde gab, schien ihnen nicht gut genug. Sie waren durstig und meinten, ihren Feinden nicht widerstehen zu können. Ausserdem schien es so, als ob Mose und Aaron sich bloss als Führer aufspielten, während doch das ganze Volk erwählt habe. Das Volk wankte ständig zwischen Klein- und Hochmut.

Wenn du durch den Glauben mit Gott verbunden bist, kann es vorkommen, dass du genauso zwischen Klein- und Hochmut hin- und hergerissen wirst. Du meinst, nicht dein ganzes Leben lang vom Evangelium leben zu können. Du meinst, etwas in Gottes Gemeinde sein zu müssen, weil er dich segnet. Andererseits kannst du dich im nächsten Moment vor der Versuchung und der Sünde fürchten. Was ist die Wahrheit, mit der du im Glauben bestehen kannst?

Gottvertrauen

Zwei Männer vertrauten Gott. Sie waren davon überzeugt, dass Israel das Land Kanaan einnehmen könne und dass es ihnen gelingen werde, die Einwohner zu vertreiben. Sie dachten an Gottes Segen und waren davon überzeugt, dass ihr Herr sie nun in dieser Schwierigkeit nicht enttäuschen wird.

Gottes Volk soll durch die beiden Vorbilder des Gottvertrauens lernen, dass es dem allmächtigen Gott gehört. Es mag sein, dass es so scheint, dass die Völker in der Welt viel stärker und mächtiger sind als sie. Wenn ihnen aber der Allmächtige beisteht, brauchen sie sich selbst vor dem ärgsten Feind nicht zu fürchten.

Wenn du auf Gott vertraust, musst du nicht selbst stark sein und die Gewalten der Welt überzeugen, dass du vor ihnen bestehen kannst. Gottvertrauen bedeutet gerade, selbst in der Schwäche Gott treu zu sein, weil er sich als der Treue erwiesen hat.

0 Kommentare

Kommentar einfügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.