Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Der Lohn des Glaubens

Predigt zum Buch Ruth. Predigttext Ruth 2,11-12.

Was bringt der Glaube? Diese Frage beschäftigte schon die Jünger, die dachten, sie hätten wie Abraham alles verlassen und seien Jesus nachgefolgt (Mt 19,27). Ihr Herr versprach ihnen, dass alle, die so handeln, gewiss zu seiner Herrschaft gehören werden. Ausserdem wird er bereits schon auf der Erde für sie sorgen. Das Buch Ruth ist eine schöne Verdeutlichung dieser Lehre.

Das Buch erzählt eine Geschichte, die zur Zeit des grossen Niedergangs geschah. Israel verliess seinen Gott und diente mehr und mehr den Götzen. Deshalb wurden das Volk immer wieder von ihren Feinden überwunden. Diesen Ereignissen entgegen verläuft die Geschichte von Ruth. Sie kam aus der Fremde, suchte Gott und wollte ganz zu seinem Volk gehören.

Aufbruch zum Lohn des Glaubens

Wie Abraham liess Ruth ihre Verwandtschaft und ihr Zuhause hinter sich und brach in ein Land auf, das sie nicht kannte. Der Weg zum Lohn des Glauben beginnt mit vielen Ungewissheiten, die nicht alle sofort geklärt werden können. Welche Fragen hindern dich, dass du dich auf das Evangelium einlässt?

Gemeinsam mit Gottes Volk leben

Ruth lebte mitten unter Gottes Volk. Dort lernte sie die Grosszügigkeit Gottes kennen, die ihr in ihrer Heimat noch nie begegnete. Boas ist in dieser Geschichte ein Vorbild auf Christus hin. Er sorgt für die Fremde und beschützt sie. Noomi erkennt darin Gottes Güte und Leitung. Von welchem Segen hast du im Umgang mit Christen erfahren?

Den Erlöser demütig um den Lohn des Glaubens bitten

Noomi empfahl ihrer Schwiegertochter eine seltsame Art, sich ihrem Erlöser zu nähern. Genauso scheint es seltsam zu sein, Gott einfach um Gnade zu bitten. Es entspricht der Natur des Menschen, dass er sich Zuneigung verdienen möchte. Dafür ist man gerne bereit, ein Opfer zu bringen. Christus hat das Opfer aber bereits gebracht, das nötig ist, dass Gott dir gnädig ist. Hast du dich bereits demütig an deinen Erlöser gewandt?

Auf den Lohn des Glaubens warten

Nachdem Boas Ruth versprochen hatte, sich um sie und ihre Situation zu kümmern, blieb ihr nichts übrig als zu warten. Diese Situation gleicht jener der Christenheit, die mit dem Versprechen ihres Herrn lebt, dass er ihnen eine Heimat beim himmlischen Vater in der Ewigkeit verschaffen werde.

Beim Warten gehen wir die Schritte zum Lohn des Glaubens immer wieder durch. Wir brechen auf und lassen das, was auf Erden sicher ist, hinter uns. Darauf leben wir gemeinsam unseren Glauben und weisen einander auf unseren Erlöser hin. Wir bitten den Erlöser um seine Gnade. Und so warten wir, bis wir einmal bei ihm sein werden.

Die Geschichte schliesst mit einer Hochzeit und der Geburt des ersten Kindes. Er ist ein Vorfahre des Königs David. Ruth wurde schlussendlich nicht nur im Volk, sondern sogar in der Königslinie aufgenommen. Diese Linie kann weitergezogen werden bis zu Christus. In seinem Stammbaum (Mt 1,1-17) wird Ruth erwähnt, die wie alle Gläubigen in ihm den vollkommenen Lohn fand.

Hinweise zum Lesen des Buches

Bewege folgende Fragen beim Lesen des Buches Ruth:

  1. Welche Glaubensfragen beschäftigen dich?
  2. wo erkennst du Gottes Gnade in deinem Leben?
  3. Hast du dich an deinen Heiland gewandt?

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