Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Gebetsverheissung

Unser Herr, Jesus Christus hat uns beauftragt, um Diener für sein Reich zu bitten. Er sprach (Lukas 10,2):

Die Ernte ist gross, der Arbeiter aber sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte.

Dieses Gebet wird heute vor unseren Augen erfüllt, damit Gottes Verheissung an unserer Gemeinde, unserer Kirche und darüber hinaus sichtbar wird. Deshalb versammeln wir uns heute vor dem Angesicht des lebendigen Gottes, um N. N. öffentlich in sein Amt als Presbyter einzusetzen.

Berufung

N. N., bist du bereit, diesem Ruf Gehorsam zu leisten, in unbeirrbarer Treue zu deinem Herrn Jesus Christus? Bist du bereit, seiner Gemeinde, in guten und schweren Zeiten zu dienen, damit sie im Glauben und in der Heiligung ihres Lebens vor Gottes Gericht bestehen kann?

Wenn du dies vor dem Angesicht des lebendigen Gottes und der versammelten Gemeinde, die als Zeuge anwesend ist, ohne inneren Vorbehalt versprechen kannst, so antworte mit: Ja.

Antwort des Berufenen.

Ordinationsgelübde

Wird vom Berufenen vor der Gemeinde vorgelesen.

Ich gelobe vor Gott und rufe den dreieinigen Gott, den Richter der Lebenden und Toten zum Zeugen an, dass ich mich, gebunden an das unfehlbare, irrtumslose Wort Gottes, mit bestem Wissen und Gewissen an den Bekenntnisschriften der Kirche orientiere, wie sie in der Kirchenordnung ausgewiesen sind; namentlich am Westminster Bekenntnis von 1647, am Heidelberger Katechismus von 1563.

Ich werde das Wort Gottes, das Gesetz und Evangelium meines Herrn und Erlösers Jesus Christus, nach dem Zeugnis der Bekenntnisschriften mit Gottes Gnade in Treue bezeugen, und mich nach Kräften für den Aufbau und die Bewahrung der Evangelisch-reformierten Kirche Westminster Bekenntnisses in Österreich und der Schweiz einsetzen. Ich verpflichte mich dazu, mein Leben vorbildhaft in Heiligung zu führen und die Begegnung mit Gott regelmässig durch Wort und Gebet zu suchen.

Zum Gemeinwohl der Kirche werde ich meinen Dienst an den Gläubigen ungeachtet der Person erfüllen, die kirchliche Einheit in Lehre und Leben suchen, weder im geheimen noch öffentlich Parteiung und Spaltung zulassen und mich in der Ausübung meines Dienstes gewissenhaft an die gültige Kirchenordnung halten.

Beauftragung

N. N., so spricht der Herr, dein Gott, der kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten (1. Petrus 5,1-4):

Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund; nicht als Herren über die Gemeinde, sondern als Vorbilder der Herde. So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen.

Segnung

Die Presbyter legen ihre rechte Hand auf das Haupt des Berufenen. Sie sprechen den Segen über seinen künftigen Dienst aus und beten um Bewahrung, Treue zum Wort Gottes und Bevollmächtigung durch den Heiligen Geist.

Ordinationsurkunde

Der Presbyter erhält seine Ordinationsurkunde, die er vor dem Gottesdienst unterschrieben hat.

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