Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Ein offenes Wort an Pastor Cédéric J. Stoller

Lieber Pastor Stoller

Aus den Medien habe ich heute Morgen von Ihren Überzeugungen und Adullam nations erfahren. Näher kenne ich weder Sie, noch bin ich je in Kontakt mit Ihrer Gruppierung gekommen. Im Wissen, dass Medien gerade im Sommer gerne etwas hochspielen, um ihre Leser, Hörer und Zuschauer bei der Stange zu halten, machte ich mich selbst auf die Suche und konnte noch zwei Dokumente einer inzwischen gelöschten Webseite finden. Weil Ihre Dokumente ein öffentlicher Aufruf zum Widerstand sind, schreibe ich Ihnen öffentlich.

In einem Ihrer Artikel haben Sie geschrieben, «dass der christliche Glaube nur dann siegreich in die Zukunft getragen werden kann, wenn jeder einzelne Christ seinen Glauben mit aktiven Kampf und Einsatz verbindet.» Ehrlich gesagt, hat mir bereits dieser Satz, der in der Einleitung ihres Schreibens steht, die Luft geraubt. Der Gott der Bibel ist ein allmächtiger Gott, der über aller irdischen Macht steht. Ihre Worte aber zeugen von einem Gott, der auf die Kraft der Menschen angewiesen ist. Ohne Ihren Einsatz, so sind Sie ja überzeugt, wird es in Kürze keinen christlichen Glauben mehr geben. Damit vertrauen Sie aber nicht einem allmächtigen Gott, sondern Ihrer eigenen Kraft.

Dem Islam begegnen

In letzter Zeit hört man viel davon, dass unsere westliche Gesellschaft etwas gegen das Aufkommen des Islams unternehmen muss. Verbote werden diskutiert und gesellschaftliche und erzieherische Massnahmen ins Auge gefasst. Staatlich verordnete Integration, sprich obligatorischer allgemeiner Schwimmunterricht und interreligiöse Fächer in den Schulen, sind die üblichen Strategien, die ein friedliches zusammenleben der Religionen sichern sollen. Wer sich bei all diesem politischen Aktionismus mit der Meinung zurücklehnt, dass nun genug getan ist, täuscht sich. Den Islam mit politischen Massnahmen zu «einzudämmen» wird nicht funktionieren. Genauso gut könnten wir bei einem Hochwasser, das unsere Keller zu überschwemmen droht, die Heizung aufdrehen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wer um das Hochwasser weiss, muss das Wasser sein Haus abdichten. Wenn es kalt wird, macht es hingegen Sinn die Heizung aufzudrehen. Religion kann nicht mit politischen Massnahmen geregelt werden, weil sie in unserem Land ausserhalb des staatlichen Einflusses steht. Alle Forderungen und Massnahmen, von denen man heute spricht, drehen bloss die Heizung auf.

Predigtvorbereitung für Hörer

Grosser Westminster Katechismus, Frage 160: Was wird von denen gefordert, welche die Predigt des Wortes hören? Von denen, die die Predigt des Wortes hören, wird verlangt, dass sie mit Fleiss, Vorbereitung und Gebet darauf acht geben, das Gehörte nach der Heiligen Schrift zu prüfen, die Wahrheit mit Glauben, Liebe, sanftmütig und ganz willig als das Wort Gottes aufnehmen, darüber nachdenken und sich…

Immer wieder Christus

Wenn es kein Heil als nur durch Christus gibt, dann dürfen wir nicht überrascht sein, wenn Diener des Evangeliums viel über ihn predigen. Sie können uns gar nicht zu viel über den Namen erzählen, welcher über allen Namen ist. Wir können nicht zu viel über ihn hören. Wir können in Predigten zu viel über Streitfragen, wir mögen zu viel über Werke und…

Beten Sie?!

Dieses schmale Bändchen ist wohl eines der besten Bücher, die ich je zum Thema Gebet gelesen habe. Gebet fördert die Heiligung des Lebens, bewahrt vor Abtrünnigkeit und führt zur Freude und Zufriedenheit in einer trostlosen Welt. Gottes Kinder leben ganz und gar aus dem Gebet. Darum gehört das Gebet zu ihrem Wesen. Ryle schliesst mit den Worten: Ich wünsche mir nichts mehr,…

Der blinde Glaube einiger Wissenschaftler

Wer nicht als Truthahn enden will, öffnet die Augen und denkt über seinen Glaube nach. Dazu John Lennox in seinem ausgezeichneten Buch «Hat die Wissenschaft Gott begraben?» Denken wir an Newtons Gravitationsgesetz. Da wir schon so an seine Erklärungskraft für das Umlaufen der Planten um die Sonne auf ellipsenförmigen Bahnen gewöhnt sind und wir (oder eher die Experten) es benutzen, um alle möglichen…

Über Gott reden

Einige bemerkenswerte Gedanken von Dietrich Bonhoeffer über das Gespräch von Eva mit der Schlange (1. Mose 3,1-5). Das erste Gespräch über Gott, das erste religiöse, theologische Gespräch. Nicht gemeinsame Anbetung, Anrufung Gottes, sondern Rede über Gott, über ihn hinweg. Sofern Eva sich auf dieses Gespräch eingelassen hat, kann nun die Schlange den eigentlichen Angriff wagen. Sie spricht über Gott und zwar aus…