Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Text: Thomas Schirrmacher, Der evangelische Glaube kompakt, Hamburg und Bonn, 2004.

Inhalt

Artikel 4.1: Die Erschaffung der Welt
Artikel 4.2: Die Erschaffung des Menschen

Artikel 4.1: Die Erschaffung der Welt

Es hat Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist gefallen (Hebr 1,2Joh 1,2-31.Mose 1,2Hiob 26,1333,4), zur Manifestierung der Ehre seiner ewigen Macht, Weisheit und Güte (Röm 1,20Jer 10,12Ps 104,2433,5-6) im Anfang die Welt und alles, was darin ist, gleich ob sichtbar oder unsichtbar, in einem Zeitraum von sechs Tagen zu schaffen oder aus nichts zu machen und all das sehr gut (1.Mose 1Hebr 11,3Kol 1,16Apg 17,24).

Artikel 4.2: Die Erschaffung des Menschen

Nachdem Gott alle anderen Geschöpfe gemacht hatte, schuf er den Menschen, Mann und Frau (1.Mose 1,27), mit vernünftigen und unsterblichen Seelen (vgl. 1.Mose 2,7 mit Pred 12,7 und Lk 23,43 und Mt 10,18), ausgestattet mit Erkenntnis, Gerechtigkeit und wahrer Heiligkeit, nach seinem eigenen Bilde (1.Mose 1,26-27Kol 3,10Eph 4,24), mit dem Gesetz Gottes in ihre Herz geschrieben (Röm 2,14-15) und mit der Kraft, es zu erfüllen (Pred 7,29), jedoch mit der Möglichkeit, es zu übertreten, indem sie der Freiheit ihres eigenen Willens überlassen waren, der dem Wandel unterworfen war (1.Mose 3,6Pred 7,29). Neben diesem ihnen ins Herz geschriebenen Gesetz empfingen sie auch das Gebot, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen (1.Mose 2,171.Mose 3,8-11), und solange sie dieses hielten, waren sie selig in ihrer Gemeinschaft mit Gott und hatten die Herrschaft über die Geschöpfe (1.Mose 1,261,28).