Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Text: Thomas Schirrmacher, Der evangelische Glaube kompakt, Hamburg und Bonn, 2004.

Inhalt

Artikel 33.1: Alle müssen am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen
Artikel 33.2: Das Schicksal der Glaubenden und der Gottlosen
Artikel 33.3: Der Tag des Gerichts dient der Abschreckung und dem Trost

Artikel 33.1: Alle müssen am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen

Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er die Welt mit Gerechtigkeit richten wird durch Jesus Christus (Apg 17,31), dem alle Gewalt und alles Gericht vom Vater gegeben ist (Joh 5,22; 5,27). An diesem Tage werden nicht nur die gefallenen Engel gerichtet werden (1.Kor 6,3; Jud 1,6; 2.Petr 2,4), sondern gleichermassen werden alle, die auf Erden gelebt haben, vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, um Rechenschaft über ihre Gedanken, Worte und Taten abzulegen und je nachdem, was sie bei Leibes Leben getan haben, es sei gut oder böse, zu empfangen (2.Kor 5,10; Pred 12,14; Röm 2,16; 14,10; 14,12; Mt 12,36-37).

Artikel 33.2: Das Schicksal der Glaubenden und der Gottlosen

Diesen Tag hat Gott mit dem Ziel eingesetzt, die Herrlichkeit seines Erbarmens in der ewigen Seligkeit der Erwählten und seine Gerechtigkeit in der Verdammnis der Verworfenen, die gottlos und ungehorsam sind, kundzutun (oder zu erweisen). Denn dann werden die Gerechten in das ewige Leben eingehen und die Fülle der Freude und Erquickung empfangen, die von der Gegenwart des Herrn ausgehen wird. Aber die Gottlosen, die Gott nicht kennen und dem Evangelium Jesu Christi nicht gehorchen, werden in ewige Qualen geworfen und mit ewigem Verderben von dem Angesicht des Herrn und seiner herrlichen Macht bestraft werden (Mt 25,31-46; Röm 2,5-6; 9,22-23; Mt 25,21; Apg 3,19; 2.Thess 1,7-10).

Artikel 33.3: Der Tag des Gerichts dient der Abschreckung und dem Trost

So wie Christus wollte, dass wir fest davon überzeugt sind, dass es einen Tag des Gerichts geben wird, sowohl um alle Menschen von der Sünde abzuschrecken, als auch zum grösseren Trost der Gottseligen in ihren Widerwärtigkeiten (2.Petr 3,11; 3,14; 2.Kor 5,10-11; 2.Thess 1,5-7; Lk 21,27-28; Röm 8,23-25), so will er auch, dass dieser Tag den Menschen unbekannt ist, damit sie alle fleischliche Sicherheit abschütteln und allezeit wachsam sind, weil sie nicht wissen, zu welcher Stunde der Herr kommen wird, und damit sie immer bereit sind zu sprechen, Komm, Herr Jesus, komm bald. Amen (Mt 24,36; 24,42-44; Mk 13,35-37; Lk 12,35-36; Offb 22,20).