Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Text: Thomas Schirrmacher, Der evangelische Glaube kompakt, Hamburg und Bonn, 2004.

Inhalt

Artikel 32.1: Der Aufenthaltsort der Seelen zwischen Tod und Jüngstem Gericht
Artikel 32.2: Das Jüngste Gericht
Artikel 32.3: Die Auferweckung der Körper

Artikel 32.1: Der Aufenthaltsort der Seelen zwischen Tod und Jüngstem Gericht

Die Körper der Menschen werden nach dem Tod wieder zu Staub und sehen die Verwesung (1.Mose 3,19; Apg 13,36), aber ihre Seelen, die weder sterben noch schlafen, kehren, weil sie ein unsterbliches Wesen haben, sofort zu Gott zurück, der sie geschaffen hat (Lk 23,43; Pred 12,7). Die Seelen der Gerechten, die dann in Heiligkeit vollkommen gemacht wurden, werden in den höchsten Himmel aufgenommen, wo sie das Angesicht Gottes in Licht und Herrlichkeit schauen und auf die volle Erlösung ihrer Körper warten (Hebr 12,23; 2.Kor 5,1; 5,6; 5,8; vgl. Phil 1,23 mit Apg 3,21). Die Seelen der Bösen werden in die Hölle geworfen, wo sie in Qualen und äusserster Finsternis bleiben und zum Gericht des grossen Tages aufbewahrt werden (Lk 16,23-24; Apg 1,25; Jud 1,6-7; 1.Petr 3,19). Neben diesen beiden Aufenthaltsorten für die von ihren Körpern getrennten Seelen kennt die Schrift keine weiteren.

Artikel 32.2: Das Jüngste Gericht

Am Jüngsten Tag werden die, die als Lebende vorgefunden werden, nicht sterben, sondern verwandelt werden (1.Thess 4,17; 1.Kor 15,51-52), während alle Toten mit genau denselben und keinen anderen Körpern, wenn auch mit veränderten Eigenschaften, auferweckt werden, wobei diese für immer mit ihren Seelen vereinigt werden (Hiob 19,26-27; 1.Kor 15,42-44).

Artikel 32.3: Die Auferweckung der Körper

Die Körper der Ungerechten werden durch die Kraft Christi zur Unehre auferweckt werden. Die Körper der Gerechten werden durch seinen Geist zur Ehre auferweckt und seinem verklärten Körper gleichgestaltet werden (Apg 24,15; Joh 5,28-29; 1.Kor 15,43; Phil 3,21).