Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Text: Thomas Schirrmacher, Der evangelische Glaube kompakt, Hamburg und Bonn, 2004.

Inhalt

Artikel 26.1: Gemeinschaft mit Christus und untereinander
Artikel 26.2: Die Verpflichtung zur Gemeinschaft
Artikel 26.3: Wie Gemeinschaft missverstanden werden kann

Artikel 26.1: Gemeinschaft mit Christus und untereinander

Alle Heiligen, die mit Jesus Christus, ihrem Haupt, durch seinen Geist und durch den Glauben vereinigt sind, haben Gemeinschaft mit ihm in seinen Gnadengaben, seinem Leiden, seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Herrlichkeit (1.Joh 1,3; Eph 3,16-19; Joh 1,16; Eph 2,5-6; Phil 3,10; Röm 6,5-6; 2.Tim 2,12). Indem sie miteinander in Liebe vereinigt sind, haben sie untereinander Gemeinschaft an den Gaben und Gnaden der anderen (Eph 4,15-16; 1.Kor 12,7; 1.Kor 3,21-23; Kol 2,19) und sind zur Erfüllung solcher öffentlichen und privaten Pflichten verpflichtet, die ihnen am äusseren wie am inneren Menschen gegenseitig zum Guten dienen (1.Thess 5,11; 5,14; Röm 1,11-14; 1.Joh 3,16-18; Gal 6,10).

Artikel 26.2: Die Verpflichtung zur Gemeinschaft

Heilige, die sich als solche bekennen, sind verpflichtet, eine heilige Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, und zwar in der Anbetung Gottes, in der Ausübung anderer Dienste, die auf ihre gegenwärtige Erbauung ausgerichtet sind (Hebr 10,24-25; Apg 2,42; 2,46; Jes 2,3; 1.Kor 11,20), und auch darin, dass sie sich gegenseitig je nach ihren verschiedenen Fähigkeiten und Bedürfnissen in äusseren Dingen unterstützen. Diese Gemeinschaft ist, so wie Gott die Gelegenheiten dazu schafft, auf alle diejenigen auszudehnen, die an allen Orten den Namen des Herrn Jesus anrufen (Apg 2,44-45; 1.Joh 3,17; 2.Kor 8-9; Apg 11,29-30).

Artikel 26.3: Wie Gemeinschaft missverstanden werden kann

Diese Gemeinschaft, die die Heiligen mit Christus haben, macht sie in keiner Weise des Wesens seiner Gottheit teilhaftig noch in irgendeiner Hinsicht Christus ebenbürtig, was beides zu behaupten gottlos und gotteslästerlich ist (Kol 1,18-19; 1.Kor 8,6; Jes 42,8; 1.Tim 6,15-16; vgl. Ps 45,7 mit Hebr 1,8-9). Die Gemeinschaft, die die Heiligen untereinander haben, hebt den Rechtsanspruch und das Eigentum, die jeder an seinen Gütern und Besitztümern hat, weder auf noch schränkt es diese ein (Apg 2,44-45; 2.Mose 20,15; Eph 4,28; Apg 5,4).