Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Text: Thomas Schirrmacher, Der evangelische Glaube kompakt, Hamburg und Bonn, 2004.

Inhalt

Artikel 13.1: Wahre Heiligung
Artikel 13.2: Die Heiligung bleibt im Diesseits unvollkommen
Artikel 13.3: Das Wachstum in der Heiligung

Artikel 13.1: Wahre Heiligung

Die, die wirksam berufen und wiedergeboren worden sind und in denen ein neues Herz und einen neuer Geist erschaffen wurde, werden durch die Kraft des Todes und der Auferstehung Christi weiter wirklich und persönlich geheiligt (1.Kor 6,11; Apg 20,32; Phil 3,10; Röm 6,5-6) durch sein Wort und durch seinen Geist, der in ihnen wohnt (Joh 17,17; Eph 5,26; 2.Thess 2,13). Die Herrschaft des ganzen sündhaften Leibes ist gebrochen (Röm 6,6; 6,14) und seine vielfältigen Begierden werden mehr und mehr geschwächt und abgetötet (Gal 5,24; Röm 8,13), und sie selbst werden mehr und mehr in allen heilsamen Gnadengaben lebendig gemacht und gestärkt (Kol 1,11; Eph 3,16-19), um die wahre Heiligung auszuleben, ohne die niemand den Herrn sehen wird (2.Kor 7,1; Hebr 12,14).

Artikel 13.2: Die Heiligung bleibt im Diesseits unvollkommen

Diese Heiligung erstreckt sich auf den ganzen Menschen durch und durch (1.Thess 5,23), bleibt jedoch in diesem Leben unvollkommen. Es bleiben in allen Bereichen noch mancherlei Reste der Verdorbenheit zurück (1.Joh 1,10; Röm 7,18; 7,23; Phil 3,12), woraus ein fortwährender und unversöhnlicher Kampf entsteht, indem das Fleisch gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch aufbegehrt (Gal 5,17; 1.Petr 2,11).

Artikel 13.3: Das Wachstum in der Heiligung

Obwohl die zurückgebliebene Verdorbenheit in diesem Kampf eine Zeitlang noch stark vorherrschen mag (Röm 7,23), gewinnt doch der wiedergeborene Teil durch die fortwährende Gewährung der Kraft aus dem heiligenden Geist Christi die Oberhand (Röm 6,14; 1.Joh 5,4; Eph 4,15-16), und so wachsen die Heiligen in der Gnade (2.Petr 3,18; 2.Kor 3,18) und vervollkommenen ihre Heiligung in der Furcht Gottes (2.Kor 7,1).