Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Gott bewertet das Evangelium der Selbstgerechtigkeit von Hiobs Freunden

Hiobs Freunde vertraten ein Evangelium der Selbstgerechtigkeit. Sie versuchten den Leidenden zu überzeugen, dass er die Schuld an seinem Elend trägt. Am Ende des Buches kommt Gott selbst zu Wort. Seine zwei Reden aus dem Wettersturm stellen die Reden der Selbstgerechten in ein besonderes Licht.

Hiob behauptete nie, dass seine eigene rechte Hand ihn retten könnte. Aber seine Freunde drängten ihn, zu denken, dass er sich retten könne, indem er seine Schuld eingesteht und seinen Lebensstil ändert. Ihr Evangelium war die Botschaft von der wechselseitigen Gerechtigkeit, in dem Busse und gerechte Lebensführung Wohlstand wieder herstellen würde. Ihnen fehlte jedes Konzept von Glaube oder Gnade.

Wenn du ein solches Evangelium glauben willst, dann, sagt der Herr, musst du in der Lage sein, auf die ganze Schöpfung achtzugeben. Du musst fähig sein, alle Probleme der Welt zu lösen und die bösen Jungs dem Gericht zu überantworten. Wenn du das alles kannst, dann, so sagt es Gott, könntest du dich selbst retten.

Diese Worte sind eine göttliche Übertreibung, erhabenste Ironie. Alles, was die Freunde Hiobs sagten, wird so umgedreht, dass es direkt auf sie zurückfällt. Du willst an ein solches Evangelium glauben? Zeig es mir! Mach, dass es dir hilft! Und tu es in der sichtbaren Gegenwart der Herrlichkeit des Herrn!

(Quelle: David R. Jackson, Crying out for Vindication, The Gospel According to Job)

Die Selbstgerechtigkeit kann Gottes Gnade nicht fassen. Es bringt jene, die es sich zu Herzen nehmen vielmehr noch in viel grösseres Elend. Auf welches Evangelium hoffst du?

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