Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Kann ich Gott erkennen?

„Im Grunde können wir überhaupt nichts von Gott wissen“, antworten Leute, die einzig Fakten vertrauen. Es sei unmöglich, Genaues über Gott zu sagen, weil wir ihn weder sehen noch mit irgendwelchen Hilfsmitteln erfassen können? Wer dennoch von Gott spricht, formuliere bloss Vermutungen.

Niemand hat Gott je gesehen; …
Johannes 1,18a

Ja, es stimmt: Kein Mensch konnte Gott mit eigenen Augen sehen. Alle Vorstellungen, die über einen Schöpfer zusammengereimt werden, sind bestenfalls ein Abklatsch der Wirklichkeit und schlimmstenfalls ein Trugbild. Niemand will sich betrügen lassen. Wenn es um die Frage geht, woher wir kommen und wozu wir leben, sollten wir wahrhaft Bescheid wissen. Es reicht nicht, sich auf eine Ahnung zu verlassen.

Erstaunlicherweise geben sich viele hochgebildete Menschen mit der Spekulation zufrieden, dass es höchstwahrscheinlich keinen Gott gebe. Sie machen sich Gedanken über die winzigsten Teilchen, die unser Universum zusammenhalten. Sie investieren Unmengen an Zeit und Geld, um den Verlauf des Klimas über Jahrtausende oder die Beschaffenheit ferner Planeten zu erforschen. Die Frage nach Gott lassen sie unbeantwortet. Davon wollen sie nichts hören. Was aber wäre, wenn Gott nun doch existiert?

… der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoss ist, der hat ihn uns verkündigt.
Johannes 1,18b

Der Schöpfer liess seine Geschöpfe, die ihn nicht wahrnehmen können, nicht im Ungewissen. Er wurde Mensch und berichtete von der ungetrübten Herrlichkeit, in der er von Ewigkeit zu Ewigkeit wohnt. Jesus Christus zeigte auf, dass die Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Liebe des himmlischen Vaters jene der Menschen weit übertrifft. Das ist der Grund, warum niemand sich ein Wesen vorstellen kann, das so vollkommen ist wie der Allmächtige.

Der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, ist barmherzig. Er schenkt seinen Geschöpfen jenen Glauben, der es möglich macht, dass sie ihren Schöpfer wahrhaft erkennen. Es wird keinem Menschen je gelingen, sein Vertrauen auf Christus nachvollziehbar zu erklären. Christen können bloss bekennen, dass sie zweifeln wie alle anderen Menschen, aber dennoch nicht mehr von der Gewissheit loskommen, dass es einen herrlichen Gott gibt. Durch den Glauben erkennen sie überall Hinweise von der Herrlichkeit und Weisheit ihres himmlischen Herrn, an denen andere Menschen achtlos vorübergehen.

Wer an Christus glaubt, wurde beschenkt, mit einem Geschenk, das weder verdient noch selbstständig erreicht werden kann. Der christliche Glaube muss erbeten werden. Dafür braucht es keine Vorbedingungen. Gott erhört jeden Menschen, der ihn aufrichtig um das Geschenk des Glaubens bittet. Versuchen Sie es. Es freut mich, zu hören, was Sie erfahren haben.

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