Evangelisch-reformierte Kirche Westminster Bekenntnisses in Winterthur

Der Glaube und die Taufe

Von Martin Luther

Das wollen aber die blinden Leiter nicht sehen, dass der Glaube etwas haben muss, das er glaube. Er muss etwas haben, woran er sich halte und darauf er stehe und fusse. Also hängt nun der Glaube am Wasser und glaubt dass die Taufe nicht durchs Wasser sei, sondern dadurch, dass sie mit Gottes Wort und Ordnung verbunden und bekräftigt ist und sein Name daran klebt.

Wenn ich nun solches glaube, was glaube ich anders denn an Gott als an den, der sein Wort darin gegeben und gepflanzt hat und uns dies äusserlich Ding vorstellt, damit wir darin einen Schatz ergreifen sollen. Aber es gehört Kunst zu, dass man solches glaube; es mangelt nicht am Schatz: aber es mangelt daran, dass man ihn fasse und festhalte. Darum hat ein jeglicher Christ sein Leben lang genug zu lernen und zu üben an der Taufe, denn er hat immerdar zu schaffen, dass er fest glaube, was sie zusagt und bringt. Nämlich Überwindung des Teufels und Todes, Vergebung der Sünde, Gottes Gnade, den ganzen Christum und heiligen Geist mit seinen Gaben.

Quelle: Johannes Wichelhaus, Das Sakrament der heiligen Taufe behauptet wider die Angriffe der neuen Widertäufer.

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